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Info

Bayern Munich   Real Madrid
Vincent Kompany V. Kompany Manager Á. Arbeloa Álvaro Arbeloa
€968.95m Total market value €1.34bn
27.0 ø age 25.7
Michael Olise M. Olise Most valuable player K. Mbappé Kylian Mbappé

Gesamtbilanz: UEFA Champions League

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UEFA Champions League: FC Bayern München - Real Madrid

Apr 13, 2026 - 3:09 AM hours
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Wir erreichen das Halbfinale - La Bestia Negra ist zurück
 84.8  39
Aus - Ein bitterer Abend in der Allianz Arena
 15.2  7
Total: 46

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Spielzeit: Mittwoch, 15. April 2026, 21 Uhr
Spielort: Allianz Arena bzw. Stadion am Franz-Beckenbauer-Weg 5, München
Schiedsrichter: Offen

Übertragung: DAZN bzw. Sky Austria in Österreich


Mögliche Aufstellung:

FC Bayern München: Neuer - Laimer, Upamecano, Tah, Stanisic - Kimmich, Pavlovic - Olise, Gnabry, Diaz - Kane

Trainer: Vincent Kompany

Gelbsperre droht: Laimer (4), Neuer (2), Upamecano (2), Tah (2)


Real Madrid: Lunin - Alexander-Arnold, Rüdiger, Militao, Garcia - Valverde, Huijsen, Bellingham, Güler - Mbappé, Vinicius Jr.

Trainer: Álvaro Arbeloa


Pflichtspiel-Bilanz gegen Real Madrid aus Bayern-Sicht: 29 Spiele, 13S-4U-12N. Torbilanz: 47:47. Das letzte Aufeinandertreffen war das Viertelfinale der Champions League vom 7. April 2026 in Madrid und endete nach Toren von Mbappé (74.) bzw. Diaz (41.) und Kane (46.) mit 2:1 für uns.

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WICHTIG:
In diesem Thread sind Provokationen, Beleidigungen, MANIPULATIONSVORWÜRFE, Spoiler anderer Begegnungen und Spam absolut zu unterlassen. Die Paten werden entsprechend streng sanktionieren. Des Weiteren bitte ich darum, dass Stream Anfragen und Posting illegaler Art unterlassen werden, appelliere an ein ruhiges und entspanntes Miteinander und verweise nicht zuletzt auf den Eröffnungspost.

•     •     •

Danke Arjen! Danke Franck!
Auf ewig Legenden. Auf ewig in meinem Herzen.

Franz, du bist der Größte!
Einen wie Franz Beckenbauer wird es nie mehr geben
Ein Abend, der die Kraft hat, unsere Geschichte zu verändern - oder: Lasst es uns endlich wieder tun!

Unsere Mission 007 6.0 geht weiter. Wir empfangen am Mittwoch Real Madrid im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League – und gehen dabei mit einer Ausgangslage in den europäischen Klassiker, auf die wir in München seit 14 Jahren gewartet haben.

Wir gehen mit einer 2:1-Führung ins Rückspiel gegen Real Madrid. Nicht wenige mediale Kommentatoren und Fans waren nach dem Hinspielsieg unzufrieden damit, dass der Sieg „nur“ mit einem Tor Vorsprung ausgefallen ist: Wir hätten die Chance verpasst, das Duell vorzuentscheiden. Ich persönlich sehe das ganz anders. Von 2014 bis 2016 haben wir jeweils auswärts das Halbfinal-Hinspiel verloren: 2014 mit 0:1 bei Real, 2015 mit 0:3 bei Barca, 2016 mit 0:1 bei Atletico – zu Zeiten der Auswärtstorregel wohlgemerkt. 2018 verloren wir das Halbfinal-Hinspiel zu Hause gegen Real mit 1:2, 2024 spielten wir im ersten Halbfinale zu Hause 2:2 gegen Real. So sehen Hinspiel-Ergebnisse aus, die einem unter Druck setzen. Aber doch kein 2:1-Sieg im Bernabeu. Zumal ich finde, dass das in Madrid eine ziemlich durchschnittliche Leistung von uns war. Harry war der fehlende Rhythmus anzumerken, Lucho war müde, Pavlovic hat in der ersten Halbzeit geschwächelt – und wenn man es ganz kritisch bewerten will, muss man auch sagen, dass Olise zu wenig aus seinen Vorteilen gemacht hat. Trotzdem waren wir über weite Strecken das deutlich stärkere und reifere Team. Und genau das habe ich bei den vergangenen STT’s immer wieder versucht zu thematisieren: In den zurückliegenden Jahren mussten wir uns gegen die Top-Gegner eigentlich 90 Minuten lang am obersten Limit unserer Möglichkeiten bewegen, um eine Chance zu haben. Ein kleiner Einbruch reichte aus, um Partien aus der Hand zu geben, wie 2024 beim Rückspiel in Madrid. Das ist jetzt völlig anders.

Uns hat in Madrid aus mehreren Gründen eine ordentliche, oder um es anders auszudrücken, solide Leistung zum Sieg gereicht: Ein Grund ist, dass eine nach unseren Maßstäben solide Leistung natürlich sehr wohl eine außerordentlich gute Leistung darstellt. Das heißt, wir brauchen keine Sternstunde, um die besten Teams der Welt zu schlagen. Ein anderer Grund ist, dass Real großen Respekt vor uns hatte, um nicht zu sagen unterschwellig sogar ein bisschen Angst. Die Madrilenen wussten darum, dass ihnen unsere Offensive weh tun kann. Sie wussten, dass Kane nicht viele Schussmöglichkeiten braucht, um ein Tor zu erzielen. Sie wussten, dass Olise fast nicht zu stoppen ist, sie wussten, dass Diaz sehr schwer zu bespielen ist. Sie wussten, dass unsere Zentrale um Kimmich und Pavlovic wohl das Zentrum kontrollieren würde. Und im Laufe des Spiels knickte Real mental auch gegenüber Manuel Neuer ein. Wir hatten Real da, wo wir sie zuletzt 2012 hatten: Wir haben sie ihrem Selbstverständnis beraubt, dass sie natürlich weiterkommen. Hier die Highlights des Hinspiels: https://www.youtube.com/watch?v=vBR69RrugCY

Wir haben in Madrid gewonnen, weil wir Spieler mit großer Extraklasse in unseren Reihen haben: Das 0:2 von Kane erzielen auf dem Niveau in so einem Spiel wahrscheinlich keine drei Spieler auf diesem Planeten, und die Kombination vor dem 0:1 kriegen in so einer Situation wohl auch die wenigsten Teams zustande. Ein immer größerer Faktor wurde Neuer, dessen Aura und Präsenz sogar Mbappé und Vinicius einschüchterte. Darüber hinaus strahlen bei uns nicht nur einzelne Spieler dieses gewisse Etwas aus, sondern auch wir als gesamte Mannschaft. Wie ich es euch schon beim Hinspiel-STT angekündigt hatte: Die La Bestia Negra ist zurück. Das heißt nicht, dass das Rückspiel eine leichte Sache wird – Real aus der Champions League zu werfen ist nie einfach. Aber das alles heißt: Wenn wir am Mittwoch eine gute Leistung abrufen und das auf den Platz bringen, was uns ausmacht, dann braucht Real einen ganz großen Tag, um das Hinspiel-Ergebnis zu drehen. Mut macht mir auch unsere mannschaftliche Geschlossenheit, unsere Mentalität, unsere Kämpferqualitäten. Gelbsperren drohen bei uns Laimer (4), Neuer (2), Upamecano (2), Tah (2), denn die gelben Karten werden zwar ab dem Halbfinale gestrichen, eine Sperre wird aber mitgenommen.

Das Momentum spricht klar für uns. Bei Real passt so einiges nicht zusammen. Lunin im Tor wirkt wacklig, gegen den Ball hat Madrid unverkennbare Probleme, wie hier beim 1:1 von Girona am Freitag: https://youtu.be/cBoklom-7i0?t=244 Real ist verwundbar im zentralen Mittelfeld und auf der rechten Seite. Die Mannschaft von Álvaro Arbeloa liegt inzwischen neun Punkte hinter Barcelona, im Copa del Rey ist man ausgeschieden, die Supercopa hat man gegen Barca verloren: Real droht eine titellose Saison. Das macht die Madrilenen einerseits am Mittwoch gefährlich: Angeschlagene Boxer sind nämlich immer gefährlich. Andererseits könnte Real im Rückspiel recht schnell die Nerven verlieren: Wenn wir in Führung gehen. Das erste Tor wird die Richtung vorgeben. Gelingt uns das 1:0, könnte es ein relativ entspannender, großer Abend werden, geht Real in Führung, dürfte es ein Krimi werden. Spannend ist ja, dass wir in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten die großen Duelle in der Champions League meist trotz eines verpatzten Hinspiels noch spannend machten. Was aufzeigt: Wir können Rückspiele.

Meiner Meinung nach liegt das wichtigste Spiel unserer jüngeren Vergangenheit vor uns. Kommen wir weiter, schreiben wir so ein bisschen unsere eigene aktuelle Vereinsgeschichte um. Seit unserem letzten Titelgewinn 2020 erleben wir in Europa eine Delle, beginnend mit dem Aus gegen Villarreal 2022, das einer Spitzenmannschaft einfach nicht würdig war. Gegen Real weiterzukommen wäre genau das Ausrufezeichen, das uns international wieder eine völlig andere Wahrnehmung geben würde. Wir wären nicht mehr die Herausforderer, sondern diejenigen, die es zu schlagen gilt. Ich habe diesen Wandel zwei Mal bei uns miterlebt: Ende der über weiten Strecken schrecklichen 1990er-Jahre unter Ottmar Hitzfeld, der uns die Verlierermentalität austrieb – und dann ab 2010 unter Louis Van Gaal sowie in der Vollendung unter Jupp Heynckes. Mit einem Weiterkommen gegen Real könnten wir den Beginn einer neuen Ära einläuten.

Wir gehen mit einem souveränen 5:0-Sieg bei St. Pauli ins Rückspiel. Wir konnten am Millerntor nicht nur den nächsten Kantersieg einfahren und dabei einen neuen Torrekord aufstellen, sondern auch wichtige Spieler schonen: Wir mussten weder bei Harry noch bei Serge ins Risiko, wir konnten Upamecano eine Pause geben, Diaz, Tah und Pavlovic wurden nur eingewechselt, Olise, Laimer und Kimmich durften nach einer Stunde runter. Gleichzeitig konnte Musiala viel Selbstvertrauen tanken. Außerdem sind wir praktisch Deutscher Meister. Ein gutes Gefühl gibt mir auch, dass Kompany nach dem Sieg in Madrid ausgesprochen hat, dass wir besser spielen können als in Madrid. Das ist nicht nur ein ehrliches Statement, sondern auch ein Signal an Real: Wir werden in der Allianz Arena stärker sein als wir das im Bernabeu waren. Meiner Meinung nach sind wir in der Allianz Arena tatsächlich eine andere, eine noch viel bessere Mannschaft als auswärts. Wobei wir uns auswärts wirklich sehr verbessert haben, in der Spielzeit davor war das ja teilweise übel; und das nicht nur in der Champions League. In diesem Jahr haben wir in Paris, Dortmund, Leipzig, Eindhoven, Bergamo und jetzt eben in Madrid gewonnen. Aber zu Hause in der Allianz Arena sind wir noch dominanter, strahlen noch eine größere Selbstverständlichkeit aus. Wir sind in Europa eine Heimmacht! Außerdem dürfen wir eines nicht vergessen: Trotz unserer überragenden Saison haben wir das Hinspiel in Madrid durchaus auch mit dem Rucksack bestritten, dass wir zuletzt auf internationalem Boden die großen Spiele nicht mehr gewonnen hatten; und natürlich war auch die Bilanz seit 2012 gegen Real ein mentaler Vorteil für die Madrilenen. Dem haben wir getrotzt.

Ich denke mal, dass wir mit einer unveränderten Startelf ins Spiel gehen werden, bei Real ist Aurélien Tchouaméni gesperrt, darum dürfte Eduardo Camavinga in die erste Elf rücken, und weil Arbeloa einfach auch was ändern muss, wird wohl auch Bellingham für Pitarch in die Mannschaft kommen. Wobei es auch die Überlegung geben soll, dass Innenverteidiger Dean Huijsen auf die Sechs rückt und Eder Militão an der Seite von Antonio Rüdiger die Innenverteidigung bildet. Eine Baustelle hat Real wie angedeutet auch links hinten, Álvaro Carreras hat keinen Stich gegen Olise gemacht, möglich wäre, dass Fran García dieses Mal links hinten spielt. Das alles zeigt, wie viele Antworten Real-Trainer Arbeloa finden muss. Bei uns dagegen sind alle Fragen geklärt.

Klar ist: Schon vor dem Hinspiel war die Euphorie riesig. Es soll 500.000 Kartenanfragen für das Heimspiel gegeben haben, ich habe sogar von 600.000 Anfragen gelesen. Jetzt gilt es. Wir haben Real Madrid da, wo wir sie haben wollten nach dem Hinspiel. Es ist noch nichts entschieden, wir haben jedoch alles in der eigenen Hand. Für ein Weiterkommen braucht es kein Wunder, keine Sternstunde, sondern wir müssen wieder an unsere Stärken glauben. Wenn wir unsere Qualitäten ausspielen, sind wir La Bestia Negra.

Bleibt noch der Reif des Spieltags:

„Das ganze Stadion erhebt sich. Drei Minuten noch, dann sind 14 Jahre des langen Wartens vorüber, dann haben die Bayern erstmals seit 2012 Real wieder aus der Champions League geworfen. Es ist der Lohn dafür, dass man in den vergangenen Jahren sehr viel richtig gemacht hat. Mit Kane, Olise und Diaz haben die Bayern am Transfermarkt drei Mal ins Schwarze getroffen, und bei Vincent Kompany ist ihnen sowieso der Glückstreffer schlechthin gelungen. Der Belgier hat beim FC Bayern alles auf links gedreht, aber anders als das zuvor Thomas Tuchel wollte, hat er das still und leise gemacht. Hören Sie das? Super-Bayern, Super-Bayern schallt es durch die Arena, das habe ich mit dieser Überzeugung schon ganz lange nicht mehr gehört in diesem Stadion. Das muss noch zu Peps Zeiten gewesen sein. 2020 beim letzten Titelgewinn der Bayern fand ja die Champions League im Sommer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Und jetzt senst Rüdiger noch Kane um, das gibt Elfmeter, natürlich, was denn sonst, und danach ist hier Feierabend. Der gute Harold, genannt Harry, Kane kann diesen Elfmeter also ganz entspannt schießen, sie kennen die Geschichte ja bestimmt, dass die Hardrockgruppe Scorpions einen Song mit dem Namen „Rock you like a hurricane“ irgendwann in den 1980ern zum Besten gegeben hat, seit Kane in München ist, darf diese Nummer bei keinem Heimspiel in der Arena fehlen. Hurricane – Harry Kane, dieses Wortspiel wird den Engländer mindestens bis an sein Karriereende begleiten: Soooo, aber jetzt konzentrieren wir uns noch auf den Elfmeter – und natürlich macht er den, und dann ist auch Schluss: Was für ein Abend! Hier fliegt gleich das Dach von der Decke, so gehen hier alle aus dem Sattel. Und während ich Ihnen das schildere, tragen die spanischen Kollegen neben mir Trauer. Ich verstehe zwar kein Wort, was die Herren da von sich geben, aber angesichts des heutigen Spiels und so aufgeregt, wie sie klingen, dürften da wenig schmeichelhafte Wort fallen. Ich hätte da einen Vorschlag: Gegen diese Bayern kann man schon mal ausscheiden, selbst als Real Madrid. Der Weg bis zum Champions-League-Sieg ist sicherlich noch weit, aber spätestens seit heute sind die Bayern die Top-Favoriten auf den Titel. Das wird Vincent Kompany nicht gerne hören und auf seine gewohnt nonchalante Art verneinen, aber wir müssen uns da nichts vormachen: Wenn an der Säbener Straße oder jetzt hier unten in den Katakomben alle Türen zu sind, dann wissen das auch die Bayern, dass in dieser Saison alles möglich ist. Wer so Fußball spielt, der hätte es sich auch verdient.“

In diesem Sinne: Pack ma’s. Auf geht’s ihr Roten!

Euer Remi

•     •     •

Danke Arjen! Danke Franck!
Auf ewig Legenden. Auf ewig in meinem Herzen.

Franz, du bist der Größte!
Einen wie Franz Beckenbauer wird es nie mehr geben
Zitat von Remington_Steele
Ein Abend, der die Kraft hat, unsere Geschichte zu verändern - oder: Lasst es uns endlich wieder tun!

Unsere Mission 007 6.0 geht weiter. Wir empfangen am Mittwoch Real Madrid im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League – und gehen dabei mit einer Ausgangslage in den europäischen Klassiker, auf die wir in München seit 14 Jahren gewartet haben.

Wir gehen mit einer 2:1-Führung ins Rückspiel gegen Real Madrid. Nicht wenige mediale Kommentatoren und Fans waren nach dem Hinspielsieg unzufrieden damit, dass der Sieg „nur“ mit einem Tor Vorsprung ausgefallen ist: Wir hätten die Chance verpasst, das Duell vorzuentscheiden. Ich persönlich sehe das ganz anders. Von 2014 bis 2016 haben wir jeweils auswärts das Halbfinal-Hinspiel verloren: 2014 mit 0:1 bei Real, 2015 mit 0:3 bei Barca, 2016 mit 0:1 bei Atletico – zu Zeiten der Auswärtstorregel wohlgemerkt. 2018 verloren wir das Halbfinal-Hinspiel zu Hause gegen Real mit 1:2, 2024 spielten wir im ersten Halbfinale zu Hause 2:2 gegen Real. So sehen Hinspiel-Ergebnisse aus, die einem unter Druck setzen. Aber doch kein 2:1-Sieg im Bernabeu. Zumal ich finde, dass das in Madrid eine ziemlich durchschnittliche Leistung von uns war. Harry war der fehlende Rhythmus anzumerken, Lucho war müde, Pavlovic hat in der ersten Halbzeit geschwächelt – und wenn man es ganz kritisch bewerten will, muss man auch sagen, dass Olise zu wenig aus seinen Vorteilen gemacht hat. Trotzdem waren wir über weite Strecken das deutlich stärkere und reifere Team. Und genau das habe ich bei den vergangenen STT’s immer wieder versucht zu thematisieren: In den zurückliegenden Jahren mussten wir uns gegen die Top-Gegner eigentlich 90 Minuten lang am obersten Limit unserer Möglichkeiten bewegen, um eine Chance zu haben. Ein kleiner Einbruch reichte aus, um Partien aus der Hand zu geben, wie 2024 beim Rückspiel in Madrid. Das ist jetzt völlig anders.

Uns hat in Madrid aus mehreren Gründen eine ordentliche, oder um es anders auszudrücken, solide Leistung zum Sieg gereicht: Ein Grund ist, dass eine nach unseren Maßstäben solide Leistung natürlich sehr wohl eine außerordentlich gute Leistung darstellt. Das heißt, wir brauchen keine Sternstunde, um die besten Teams der Welt zu schlagen. Ein anderer Grund ist, dass Real großen Respekt vor uns hatte, um nicht zu sagen unterschwellig sogar ein bisschen Angst. Die Madrilenen wussten darum, dass ihnen unsere Offensive weh tun kann. Sie wussten, dass Kane nicht viele Schussmöglichkeiten braucht, um ein Tor zu erzielen. Sie wussten, dass Olise fast nicht zu stoppen ist, sie wussten, dass Diaz sehr schwer zu bespielen ist. Sie wussten, dass unsere Zentrale um Kimmich und Pavlovic wohl das Zentrum kontrollieren würde. Und im Laufe des Spiels knickte Real mental auch gegenüber Manuel Neuer ein. Wir hatten Real da, wo wir sie zuletzt 2012 hatten: Wir haben sie ihrem Selbstverständnis beraubt, dass sie natürlich weiterkommen. Hier die Highlights des Hinspiels: https://www.youtube.com/watch?v=vBR69RrugCY

Wir haben in Madrid gewonnen, weil wir Spieler mit großer Extraklasse in unseren Reihen haben: Das 0:2 von Kane erzielen auf dem Niveau in so einem Spiel wahrscheinlich keine drei Spieler auf diesem Planeten, und die Kombination vor dem 0:1 kriegen in so einer Situation wohl auch die wenigsten Teams zustande. Ein immer größerer Faktor wurde Neuer, dessen Aura und Präsenz sogar Mbappé und Vinicius einschüchterte. Darüber hinaus strahlen bei uns nicht nur einzelne Spieler dieses gewisse Etwas aus, sondern auch wir als gesamte Mannschaft. Wie ich es euch schon beim Hinspiel-STT angekündigt hatte: Die La Bestia Negra ist zurück. Das heißt nicht, dass das Rückspiel eine leichte Sache wird – Real aus der Champions League zu werfen ist nie einfach. Aber das alles heißt: Wenn wir am Mittwoch eine gute Leistung abrufen und das auf den Platz bringen, was uns ausmacht, dann braucht Real einen ganz großen Tag, um das Hinspiel-Ergebnis zu drehen. Mut macht mir auch unsere mannschaftliche Geschlossenheit, unsere Mentalität, unsere Kämpferqualitäten. Gelbsperren drohen bei uns Laimer (4), Neuer (2), Upamecano (2), Tah (2), denn die gelben Karten werden zwar ab dem Halbfinale gestrichen, eine Sperre wird aber mitgenommen.

Das Momentum spricht klar für uns. Bei Real passt so einiges nicht zusammen. Lunin im Tor wirkt wacklig, gegen den Ball hat Madrid unverkennbare Probleme, wie hier beim 1:1 von Girona am Freitag: https://youtu.be/cBoklom-7i0?t=244 Real ist verwundbar im zentralen Mittelfeld und auf der rechten Seite. Die Mannschaft von Álvaro Arbeloa liegt inzwischen neun Punkte hinter Barcelona, im Copa del Rey ist man ausgeschieden, die Supercopa hat man gegen Barca verloren: Real droht eine titellose Saison. Das macht die Madrilenen einerseits am Mittwoch gefährlich: Angeschlagene Boxer sind nämlich immer gefährlich. Andererseits könnte Real im Rückspiel recht schnell die Nerven verlieren: Wenn wir in Führung gehen. Das erste Tor wird die Richtung vorgeben. Gelingt uns das 1:0, könnte es ein relativ entspannender, großer Abend werden, geht Real in Führung, dürfte es ein Krimi werden. Spannend ist ja, dass wir in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten die großen Duelle in der Champions League meist trotz eines verpatzten Hinspiels noch spannend machten. Was aufzeigt: Wir können Rückspiele.

Meiner Meinung nach liegt das wichtigste Spiel unserer jüngeren Vergangenheit vor uns. Kommen wir weiter, schreiben wir so ein bisschen unsere eigene aktuelle Vereinsgeschichte um. Seit unserem letzten Titelgewinn 2020 erleben wir in Europa eine Delle, beginnend mit dem Aus gegen Villarreal 2022, das einer Spitzenmannschaft einfach nicht würdig war. Gegen Real weiterzukommen wäre genau das Ausrufezeichen, das uns international wieder eine völlig andere Wahrnehmung geben würde. Wir wären nicht mehr die Herausforderer, sondern diejenigen, die es zu schlagen gilt. Ich habe diesen Wandel zwei Mal bei uns miterlebt: Ende der über weiten Strecken schrecklichen 1990er-Jahre unter Ottmar Hitzfeld, der uns die Verlierermentalität austrieb – und dann ab 2010 unter Louis Van Gaal sowie in der Vollendung unter Jupp Heynckes. Mit einem Weiterkommen gegen Real könnten wir den Beginn einer neuen Ära einläuten.

Wir gehen mit einem souveränen 5:0-Sieg bei St. Pauli ins Rückspiel. Wir konnten am Millerntor nicht nur den nächsten Kantersieg einfahren und dabei einen neuen Torrekord aufstellen, sondern auch wichtige Spieler schonen: Wir mussten weder bei Harry noch bei Serge ins Risiko, wir konnten Upamecano eine Pause geben, Diaz, Tah und Pavlovic wurden nur eingewechselt, Olise, Laimer und Kimmich durften nach einer Stunde runter. Gleichzeitig konnte Musiala viel Selbstvertrauen tanken. Außerdem sind wir praktisch Deutscher Meister. Ein gutes Gefühl gibt mir auch, dass Kompany nach dem Sieg in Madrid ausgesprochen hat, dass wir besser spielen können als in Madrid. Das ist nicht nur ein ehrliches Statement, sondern auch ein Signal an Real: Wir werden in der Allianz Arena stärker sein als wir das im Bernabeu waren. Meiner Meinung nach sind wir in der Allianz Arena tatsächlich eine andere, eine noch viel bessere Mannschaft als auswärts. Wobei wir uns auswärts wirklich sehr verbessert haben, in der Spielzeit davor war das ja teilweise übel; und das nicht nur in der Champions League. In diesem Jahr haben wir in Paris, Dortmund, Leipzig, Eindhoven, Bergamo und jetzt eben in Madrid gewonnen. Aber zu Hause in der Allianz Arena sind wir noch dominanter, strahlen noch eine größere Selbstverständlichkeit aus. Wir sind in Europa eine Heimmacht! Außerdem dürfen wir eines nicht vergessen: Trotz unserer überragenden Saison haben wir das Hinspiel in Madrid durchaus auch mit dem Rucksack bestritten, dass wir zuletzt auf internationalem Boden die großen Spiele nicht mehr gewonnen hatten; und natürlich war auch die Bilanz seit 2012 gegen Real ein mentaler Vorteil für die Madrilenen. Dem haben wir getrotzt.

Ich denke mal, dass wir mit einer unveränderten Startelf ins Spiel gehen werden, bei Real ist Aurélien Tchouaméni gesperrt, darum dürfte Eduardo Camavinga in die erste Elf rücken, und weil Arbeloa einfach auch was ändern muss, wird wohl auch Bellingham für Pitarch in die Mannschaft kommen. Wobei es auch die Überlegung geben soll, dass Innenverteidiger Dean Huijsen auf die Sechs rückt und Eder Militão an der Seite von Antonio Rüdiger die Innenverteidigung bildet. Eine Baustelle hat Real wie angedeutet auch links hinten, Álvaro Carreras hat keinen Stich gegen Olise gemacht, möglich wäre, dass Fran García dieses Mal links hinten spielt. Das alles zeigt, wie viele Antworten Real-Trainer Arbeloa finden muss. Bei uns dagegen sind alle Fragen geklärt.

Klar ist: Schon vor dem Hinspiel war die Euphorie riesig. Es soll 500.000 Kartenanfragen für das Heimspiel gegeben haben, ich habe sogar von 600.000 Anfragen gelesen. Jetzt gilt es. Wir haben Real Madrid da, wo wir sie haben wollten nach dem Hinspiel. Es ist noch nichts entschieden, wir haben jedoch alles in der eigenen Hand. Für ein Weiterkommen braucht es kein Wunder, keine Sternstunde, sondern wir müssen wieder an unsere Stärken glauben. Wenn wir unsere Qualitäten ausspielen, sind wir La Bestia Negra.

Bleibt noch der Reif des Spieltags:

„Das ganze Stadion erhebt sich. Drei Minuten noch, dann sind 14 Jahre des langen Wartens vorüber, dann haben die Bayern erstmals seit 2012 Real wieder aus der Champions League geworfen. Es ist der Lohn dafür, dass man in den vergangenen Jahren sehr viel richtig gemacht hat. Mit Kane, Olise und Diaz haben die Bayern am Transfermarkt drei Mal ins Schwarze getroffen, und bei Vincent Kompany ist ihnen sowieso der Glückstreffer schlechthin gelungen. Der Belgier hat beim FC Bayern alles auf links gedreht, aber anders als das zuvor Thomas Tuchel wollte, hat er das still und leise gemacht. Hören Sie das? Super-Bayern, Super-Bayern schallt es durch die Arena, das habe ich mit dieser Überzeugung schon ganz lange nicht mehr gehört in diesem Stadion. Das muss noch zu Peps Zeiten gewesen sein. 2020 beim letzten Titelgewinn der Bayern fand ja die Champions League im Sommer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Und jetzt senst Rüdiger noch Kane um, das gibt Elfmeter, natürlich, was denn sonst, und danach ist hier Feierabend. Der gute Harold, genannt Harry, Kane kann diesen Elfmeter also ganz entspannt schießen, sie kennen die Geschichte ja bestimmt, dass die Hardrockgruppe Scorpions einen Song mit dem Namen „Rock you like a hurricane“ irgendwann in den 1980ern zum Besten gegeben hat, seit Kane in München ist, darf diese Nummer bei keinem Heimspiel in der Arena fehlen. Hurricane – Harry Kane, dieses Wortspiel wird den Engländer mindestens bis an sein Karriereende begleiten: Soooo, aber jetzt konzentrieren wir uns noch auf den Elfmeter – und natürlich macht er den, und dann ist auch Schluss: Was für ein Abend! Hier fliegt gleich das Dach von der Decke, so gehen hier alle aus dem Sattel. Und während ich Ihnen das schildere, tragen die spanischen Kollegen neben mir Trauer. Ich verstehe zwar kein Wort, was die Herren da von sich geben, aber angesichts des heutigen Spiels und so aufgeregt, wie sie klingen, dürften da wenig schmeichelhafte Wort fallen. Ich hätte da einen Vorschlag: Gegen diese Bayern kann man schon mal ausscheiden, selbst als Real Madrid. Der Weg bis zum Champions-League-Sieg ist sicherlich noch weit, aber spätestens seit heute sind die Bayern die Top-Favoriten auf den Titel. Das wird Vincent Kompany nicht gerne hören und auf seine gewohnt nonchalante Art verneinen, aber wir müssen uns da nichts vormachen: Wenn an der Säbener Straße oder jetzt hier unten in den Katakomben alle Türen zu sind, dann wissen das auch die Bayern, dass in dieser Saison alles möglich ist. Wer so Fußball spielt, der hätte es sich auch verdient.“

In diesem Sinne: Pack ma’s. Auf geht’s ihr Roten!

Euer Remi


Das mit der durchschnittlich bis soliden Leistung unserer Mannschaft sehe ich ein bisschen anders. Wir haben nämlich eine Weltklasse Leistung von Neuer gesehen und das zeigt aber auch auf, wie gut der Gegner dann doch war, dass eine solche Torwartleistung überhaupt notwendig war. Ohne Neuer hätten wir das Spiel verloren, da bin ich mir ziemlich sicher.

Wir sind defensiv keine stabile Mannschaft, offensiv aber natürlich sehr stark. Eine der beiden Mannschaften wird wohl in Führung gehen im Rückspiel und wenn es Real ist, dann ist das 1:2 kaum mehr etwas wert. Das ist das Problem, was viele sehen. Wenn Real allerdings nicht eine absolute Spitzenleistung hinlegt, wozu sie aber natürlich grundsätzlich fähig sind, dann sind wir relativ sicher weiter. Dieses aktuelle Real Madrid ist nicht mehr das von vor ein paar Jahren. und wenn man ehrlich ist, dann will auch nicht mehr jeder Topspieler unbedingt in Spanien bei Real spielen, weil es in England einfach spannender (oder zumindest auch sehr spannend) ist. Rein vom Marktwert gibt es dort 10+ CL Mannschaften und das macht es schon sehr besonders, dort zu spielen.

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Die Saison 2012/2013 ist eine für die Ewigkeit, es sei denn wir entscheiden, dass das noch besser geht und machen es! ;)
Zitat von MeinLieblingsFcB
Zitat von Remington_Steele

Ein Abend, der die Kraft hat, unsere Geschichte zu verändern - oder: Lasst es uns endlich wieder tun!

Unsere Mission 007 6.0 geht weiter. Wir empfangen am Mittwoch Real Madrid im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League – und gehen dabei mit einer Ausgangslage in den europäischen Klassiker, auf die wir in München seit 14 Jahren gewartet haben.

Wir gehen mit einer 2:1-Führung ins Rückspiel gegen Real Madrid. Nicht wenige mediale Kommentatoren und Fans waren nach dem Hinspielsieg unzufrieden damit, dass der Sieg „nur“ mit einem Tor Vorsprung ausgefallen ist: Wir hätten die Chance verpasst, das Duell vorzuentscheiden. Ich persönlich sehe das ganz anders. Von 2014 bis 2016 haben wir jeweils auswärts das Halbfinal-Hinspiel verloren: 2014 mit 0:1 bei Real, 2015 mit 0:3 bei Barca, 2016 mit 0:1 bei Atletico – zu Zeiten der Auswärtstorregel wohlgemerkt. 2018 verloren wir das Halbfinal-Hinspiel zu Hause gegen Real mit 1:2, 2024 spielten wir im ersten Halbfinale zu Hause 2:2 gegen Real. So sehen Hinspiel-Ergebnisse aus, die einem unter Druck setzen. Aber doch kein 2:1-Sieg im Bernabeu. Zumal ich finde, dass das in Madrid eine ziemlich durchschnittliche Leistung von uns war. Harry war der fehlende Rhythmus anzumerken, Lucho war müde, Pavlovic hat in der ersten Halbzeit geschwächelt – und wenn man es ganz kritisch bewerten will, muss man auch sagen, dass Olise zu wenig aus seinen Vorteilen gemacht hat. Trotzdem waren wir über weite Strecken das deutlich stärkere und reifere Team. Und genau das habe ich bei den vergangenen STT’s immer wieder versucht zu thematisieren: In den zurückliegenden Jahren mussten wir uns gegen die Top-Gegner eigentlich 90 Minuten lang am obersten Limit unserer Möglichkeiten bewegen, um eine Chance zu haben. Ein kleiner Einbruch reichte aus, um Partien aus der Hand zu geben, wie 2024 beim Rückspiel in Madrid. Das ist jetzt völlig anders.

Uns hat in Madrid aus mehreren Gründen eine ordentliche, oder um es anders auszudrücken, solide Leistung zum Sieg gereicht: Ein Grund ist, dass eine nach unseren Maßstäben solide Leistung natürlich sehr wohl eine außerordentlich gute Leistung darstellt. Das heißt, wir brauchen keine Sternstunde, um die besten Teams der Welt zu schlagen. Ein anderer Grund ist, dass Real großen Respekt vor uns hatte, um nicht zu sagen unterschwellig sogar ein bisschen Angst. Die Madrilenen wussten darum, dass ihnen unsere Offensive weh tun kann. Sie wussten, dass Kane nicht viele Schussmöglichkeiten braucht, um ein Tor zu erzielen. Sie wussten, dass Olise fast nicht zu stoppen ist, sie wussten, dass Diaz sehr schwer zu bespielen ist. Sie wussten, dass unsere Zentrale um Kimmich und Pavlovic wohl das Zentrum kontrollieren würde. Und im Laufe des Spiels knickte Real mental auch gegenüber Manuel Neuer ein. Wir hatten Real da, wo wir sie zuletzt 2012 hatten: Wir haben sie ihrem Selbstverständnis beraubt, dass sie natürlich weiterkommen. Hier die Highlights des Hinspiels: https://www.youtube.com/watch?v=vBR69RrugCY

Wir haben in Madrid gewonnen, weil wir Spieler mit großer Extraklasse in unseren Reihen haben: Das 0:2 von Kane erzielen auf dem Niveau in so einem Spiel wahrscheinlich keine drei Spieler auf diesem Planeten, und die Kombination vor dem 0:1 kriegen in so einer Situation wohl auch die wenigsten Teams zustande. Ein immer größerer Faktor wurde Neuer, dessen Aura und Präsenz sogar Mbappé und Vinicius einschüchterte. Darüber hinaus strahlen bei uns nicht nur einzelne Spieler dieses gewisse Etwas aus, sondern auch wir als gesamte Mannschaft. Wie ich es euch schon beim Hinspiel-STT angekündigt hatte: Die La Bestia Negra ist zurück. Das heißt nicht, dass das Rückspiel eine leichte Sache wird – Real aus der Champions League zu werfen ist nie einfach. Aber das alles heißt: Wenn wir am Mittwoch eine gute Leistung abrufen und das auf den Platz bringen, was uns ausmacht, dann braucht Real einen ganz großen Tag, um das Hinspiel-Ergebnis zu drehen. Mut macht mir auch unsere mannschaftliche Geschlossenheit, unsere Mentalität, unsere Kämpferqualitäten. Gelbsperren drohen bei uns Laimer (4), Neuer (2), Upamecano (2), Tah (2), denn die gelben Karten werden zwar ab dem Halbfinale gestrichen, eine Sperre wird aber mitgenommen.

Das Momentum spricht klar für uns. Bei Real passt so einiges nicht zusammen. Lunin im Tor wirkt wacklig, gegen den Ball hat Madrid unverkennbare Probleme, wie hier beim 1:1 von Girona am Freitag: https://youtu.be/cBoklom-7i0?t=244 Real ist verwundbar im zentralen Mittelfeld und auf der rechten Seite. Die Mannschaft von Álvaro Arbeloa liegt inzwischen neun Punkte hinter Barcelona, im Copa del Rey ist man ausgeschieden, die Supercopa hat man gegen Barca verloren: Real droht eine titellose Saison. Das macht die Madrilenen einerseits am Mittwoch gefährlich: Angeschlagene Boxer sind nämlich immer gefährlich. Andererseits könnte Real im Rückspiel recht schnell die Nerven verlieren: Wenn wir in Führung gehen. Das erste Tor wird die Richtung vorgeben. Gelingt uns das 1:0, könnte es ein relativ entspannender, großer Abend werden, geht Real in Führung, dürfte es ein Krimi werden. Spannend ist ja, dass wir in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten die großen Duelle in der Champions League meist trotz eines verpatzten Hinspiels noch spannend machten. Was aufzeigt: Wir können Rückspiele.

Meiner Meinung nach liegt das wichtigste Spiel unserer jüngeren Vergangenheit vor uns. Kommen wir weiter, schreiben wir so ein bisschen unsere eigene aktuelle Vereinsgeschichte um. Seit unserem letzten Titelgewinn 2020 erleben wir in Europa eine Delle, beginnend mit dem Aus gegen Villarreal 2022, das einer Spitzenmannschaft einfach nicht würdig war. Gegen Real weiterzukommen wäre genau das Ausrufezeichen, das uns international wieder eine völlig andere Wahrnehmung geben würde. Wir wären nicht mehr die Herausforderer, sondern diejenigen, die es zu schlagen gilt. Ich habe diesen Wandel zwei Mal bei uns miterlebt: Ende der über weiten Strecken schrecklichen 1990er-Jahre unter Ottmar Hitzfeld, der uns die Verlierermentalität austrieb – und dann ab 2010 unter Louis Van Gaal sowie in der Vollendung unter Jupp Heynckes. Mit einem Weiterkommen gegen Real könnten wir den Beginn einer neuen Ära einläuten.

Wir gehen mit einem souveränen 5:0-Sieg bei St. Pauli ins Rückspiel. Wir konnten am Millerntor nicht nur den nächsten Kantersieg einfahren und dabei einen neuen Torrekord aufstellen, sondern auch wichtige Spieler schonen: Wir mussten weder bei Harry noch bei Serge ins Risiko, wir konnten Upamecano eine Pause geben, Diaz, Tah und Pavlovic wurden nur eingewechselt, Olise, Laimer und Kimmich durften nach einer Stunde runter. Gleichzeitig konnte Musiala viel Selbstvertrauen tanken. Außerdem sind wir praktisch Deutscher Meister. Ein gutes Gefühl gibt mir auch, dass Kompany nach dem Sieg in Madrid ausgesprochen hat, dass wir besser spielen können als in Madrid. Das ist nicht nur ein ehrliches Statement, sondern auch ein Signal an Real: Wir werden in der Allianz Arena stärker sein als wir das im Bernabeu waren. Meiner Meinung nach sind wir in der Allianz Arena tatsächlich eine andere, eine noch viel bessere Mannschaft als auswärts. Wobei wir uns auswärts wirklich sehr verbessert haben, in der Spielzeit davor war das ja teilweise übel; und das nicht nur in der Champions League. In diesem Jahr haben wir in Paris, Dortmund, Leipzig, Eindhoven, Bergamo und jetzt eben in Madrid gewonnen. Aber zu Hause in der Allianz Arena sind wir noch dominanter, strahlen noch eine größere Selbstverständlichkeit aus. Wir sind in Europa eine Heimmacht! Außerdem dürfen wir eines nicht vergessen: Trotz unserer überragenden Saison haben wir das Hinspiel in Madrid durchaus auch mit dem Rucksack bestritten, dass wir zuletzt auf internationalem Boden die großen Spiele nicht mehr gewonnen hatten; und natürlich war auch die Bilanz seit 2012 gegen Real ein mentaler Vorteil für die Madrilenen. Dem haben wir getrotzt.

Ich denke mal, dass wir mit einer unveränderten Startelf ins Spiel gehen werden, bei Real ist Aurélien Tchouaméni gesperrt, darum dürfte Eduardo Camavinga in die erste Elf rücken, und weil Arbeloa einfach auch was ändern muss, wird wohl auch Bellingham für Pitarch in die Mannschaft kommen. Wobei es auch die Überlegung geben soll, dass Innenverteidiger Dean Huijsen auf die Sechs rückt und Eder Militão an der Seite von Antonio Rüdiger die Innenverteidigung bildet. Eine Baustelle hat Real wie angedeutet auch links hinten, Álvaro Carreras hat keinen Stich gegen Olise gemacht, möglich wäre, dass Fran García dieses Mal links hinten spielt. Das alles zeigt, wie viele Antworten Real-Trainer Arbeloa finden muss. Bei uns dagegen sind alle Fragen geklärt.

Klar ist: Schon vor dem Hinspiel war die Euphorie riesig. Es soll 500.000 Kartenanfragen für das Heimspiel gegeben haben, ich habe sogar von 600.000 Anfragen gelesen. Jetzt gilt es. Wir haben Real Madrid da, wo wir sie haben wollten nach dem Hinspiel. Es ist noch nichts entschieden, wir haben jedoch alles in der eigenen Hand. Für ein Weiterkommen braucht es kein Wunder, keine Sternstunde, sondern wir müssen wieder an unsere Stärken glauben. Wenn wir unsere Qualitäten ausspielen, sind wir La Bestia Negra.

Bleibt noch der Reif des Spieltags:

„Das ganze Stadion erhebt sich. Drei Minuten noch, dann sind 14 Jahre des langen Wartens vorüber, dann haben die Bayern erstmals seit 2012 Real wieder aus der Champions League geworfen. Es ist der Lohn dafür, dass man in den vergangenen Jahren sehr viel richtig gemacht hat. Mit Kane, Olise und Diaz haben die Bayern am Transfermarkt drei Mal ins Schwarze getroffen, und bei Vincent Kompany ist ihnen sowieso der Glückstreffer schlechthin gelungen. Der Belgier hat beim FC Bayern alles auf links gedreht, aber anders als das zuvor Thomas Tuchel wollte, hat er das still und leise gemacht. Hören Sie das? Super-Bayern, Super-Bayern schallt es durch die Arena, das habe ich mit dieser Überzeugung schon ganz lange nicht mehr gehört in diesem Stadion. Das muss noch zu Peps Zeiten gewesen sein. 2020 beim letzten Titelgewinn der Bayern fand ja die Champions League im Sommer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Und jetzt senst Rüdiger noch Kane um, das gibt Elfmeter, natürlich, was denn sonst, und danach ist hier Feierabend. Der gute Harold, genannt Harry, Kane kann diesen Elfmeter also ganz entspannt schießen, sie kennen die Geschichte ja bestimmt, dass die Hardrockgruppe Scorpions einen Song mit dem Namen „Rock you like a hurricane“ irgendwann in den 1980ern zum Besten gegeben hat, seit Kane in München ist, darf diese Nummer bei keinem Heimspiel in der Arena fehlen. Hurricane – Harry Kane, dieses Wortspiel wird den Engländer mindestens bis an sein Karriereende begleiten: Soooo, aber jetzt konzentrieren wir uns noch auf den Elfmeter – und natürlich macht er den, und dann ist auch Schluss: Was für ein Abend! Hier fliegt gleich das Dach von der Decke, so gehen hier alle aus dem Sattel. Und während ich Ihnen das schildere, tragen die spanischen Kollegen neben mir Trauer. Ich verstehe zwar kein Wort, was die Herren da von sich geben, aber angesichts des heutigen Spiels und so aufgeregt, wie sie klingen, dürften da wenig schmeichelhafte Wort fallen. Ich hätte da einen Vorschlag: Gegen diese Bayern kann man schon mal ausscheiden, selbst als Real Madrid. Der Weg bis zum Champions-League-Sieg ist sicherlich noch weit, aber spätestens seit heute sind die Bayern die Top-Favoriten auf den Titel. Das wird Vincent Kompany nicht gerne hören und auf seine gewohnt nonchalante Art verneinen, aber wir müssen uns da nichts vormachen: Wenn an der Säbener Straße oder jetzt hier unten in den Katakomben alle Türen zu sind, dann wissen das auch die Bayern, dass in dieser Saison alles möglich ist. Wer so Fußball spielt, der hätte es sich auch verdient.“

In diesem Sinne: Pack ma’s. Auf geht’s ihr Roten!

Euer Remi


Das mit der durchschnittlich bis soliden Leistung unserer Mannschaft sehe ich ein bisschen anders. Wir haben nämlich eine Weltklasse Leistung von Neuer gesehen und das zeigt aber auch auf, wie gut der Gegner dann doch war, dass eine solche Torwartleistung überhaupt notwendig war. Ohne Neuer hätten wir das Spiel verloren, da bin ich mir ziemlich sicher.

Wir sind defensiv keine stabile Mannschaft, offensiv aber natürlich sehr stark. Eine der beiden Mannschaften wird wohl in Führung gehen im Rückspiel und wenn es Real ist, dann ist das 1:2 kaum mehr etwas wert. Das ist das Problem, was viele sehen. Wenn Real allerdings nicht eine absolute Spitzenleistung hinlegt, wozu sie aber natürlich grundsätzlich fähig sind, dann sind wir relativ sicher weiter. Dieses aktuelle Real Madrid ist nicht mehr das von vor ein paar Jahren. und wenn man ehrlich ist, dann will auch nicht mehr jeder Topspieler unbedingt in Spanien bei Real spielen, weil es in England einfach spannender (oder zumindest auch sehr spannend) ist. Rein vom Marktwert gibt es dort 10+ CL Mannschaften und das macht es schon sehr besonders, dort zu spielen.


Ich sehe das anders Neuers leistung in allen ehren war überragend aber wenn ich bedenke was wir vorne Verhühnert haben das lag nicht an einer tollen abwehraktion oder Torwartspiel sondern unser eigenes Unvermögen.
2,2 zu 2,9 zu unseren Gunsten das 1:2 ist so gesehen für Real sehr schmeichelhaft (der nicht gegebene Elfer dazu noch fehlend)
Real war nach der Bellingham reinnahme viel viel Stärker aber die 60/65 Minuten davor waren Sie offensiv und spielerrisch komplett unterlegen.

Real ist immer gefährlich und ich sehe immernoch ein 50/50 spiel bei dem alles passieren kann.

Zu deiner zweiten aussage will ich nur sagen das Real weiterhin jeden Spieler bekommt auch aus England Real ist größer als alles was in England mit Geld um sich schmeißt und das wird sich so schnell nicht ändern.

•     •     •

Forum Leser

Thomas Müller can't beat you with his close ball control,

He can't beat you with his pace,

And he can't beat you with his dribbling skills

He just beats you!
Neuer hat zwar stark gehalten, aber auch 2 der größeren Chancen von Real durch missglückte Bälle überhaupt erst eingeleitet, so meine ich.

Dazu wurden mir die Paraden einiger Abschlüsse ein bisschen zu hoch gejazzt. Aus spitzem Winkel oder 20m können auch Mbappe und Vinicius nicht zaubern. Das war gut gehalten, aber das waren meines Erachtens auf diesem Niveau schon eher Pflichtbälle.

Diese Schüsse treiben den xGoals-Wert von Real nach oben. Dennoch, die Chancen des FCB waren weit hochkarätiger und zusammen mit dem Nicht-gegebenen Elfmeter hätte das ein 3:1 aus Sicht des FCB sein müssen.

In jedem Fall ist das einfach das Leistungsniveau, dass wir von Neuer erwarten müssen dürfen.

Für das Rückspiel bin ich sehr angespannt. Ich hoffe auf einen entspannten Abend durch ein frühes Tor von uns (kann es aber nicht recht glauben). Mein Wunsch:

1:0 Kane 10'
2:0 Kane 35' (Foulelfmeter)
3:0 Musiala 55'

--- (und ab hier wirds drollig)
4:0 Olise 79'
5:0 Ndiaye 89'
This contribution was last edited by Bibs1703 on Apr 13, 2026 at 8:12 AM hours
Hoffentlich werden die ersten 15 Minuten überstanden...
Ein Tor Vorsprung ist bei Real nicht viel - kann aber auch direkt nach 15 min 2:0 für Bayern stehen.

Wird noch einmal richtig interessant.
Aber ehrlich muss man sein: starke 75 Minuten in Madrid und ohne Manuel Neuer hätte man wahrscheinlich nicht gewonnen...

Souverän wie in Madrid beginnen und ein Tor vorlegen - damit währe viel gewonnen
Dürfte das klassische "wer das erste Tor macht, gewinnt"-Spiel werden.

2:1 Bayern.

•     •     •

"So tief kommt man gar nicht runter, wie man sich vor dem heute verneigen muss!"

Rio 14.
Tip: 2:2
Zitat von MarkusFCB
Dürfte das klassische "wer das erste Tor macht, gewinnt"-Spiel werden.

2:1 Bayern.


Ja, eine Führung für uns wäre schon mehr als die halbe Miete. Dann muss Real total aufmachen.

•     •     •

FC Bayern München ~ THW Kiel ~ Dallas Mavericks
Gleiche Aufstellung wie im Hinspiel mit gleichen Spielansatz.

Wichtig wäre dass wir Real unter Druck setzen und zu klareren Abschlüssen kommen.
Ich gehe davon aus dass wir wieder mindestens 2 Tore schießen.
Wichtig ist dass wir Belingsham der wahrscheinlich Tchouaméni ersetzen wird unter Druck setzen und die AVs in die defensive drängen.
Ich hoffe nur wir fangen wie im Hinspiel konsequent mit Vollgas an.
Ich erwarte einen verhaltenen Beginn von Real, warum sollten sie auch frühzeitig Risiko eingehen?

Sie wissen einerseits, dass sie mit Mbappe und Vini jederzeit aus dem Nichts ein Tor machen können und dieses würde im ersten Schritt schon mal für die Verlängerung reichen. Andererseits wissen sie, dass zu hohes Risiko vermutlich direkt von Kane, Olise oder Diaz bestraft würde. Insofern glaube ich an ein defensives Real mit viel Ballbesitz für uns. Crunch-Time dann tendenziell in Halbzeit 2.
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